Wir arbeiten zur Zeit an einer neuen Selbstdarstellung, da der unten folgende Text bereits von 2001 oder 2002 stammt.

[selbstdarstellung der unabhängigen linken >>

all we have to do now
is to take these lies
and make them true somehow
[george michael: freedom]

VORAB>

unlike ist mit die jüngste politische Hochschulgruppe an der Uni Frankfurt. Ein Teil von uns ist hervorgegangen aus der Demokratischen Linken, um gemeinsam mit anderen Gruppen, Projekten und Personen ein breites Bündnis zu den kommenden Wahlen des Studierendenparlaments zu bilden. Wir streben nach umfassender Selbstbestimmung des Menschen und radikaler Demokratisierung aller Lebensbereiche – inner- und außerhalb der Hochschule. Dieses Ziel wollen wir zusammen pluralistisch mit anderen progressiven und alternativen Zusammenhängen, in Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften und Arbeitskreisen, verfolgen – von linksliberal bis linksradikal.

EINS>

Wir glauben nicht, dass Politik niemanden interessiert. Die Verweigerung gegenüber einer bestimmten Form der Politik ist nicht zuletzt eine Folge der mangelnden Mitbestimmungsmöglichkeiten. Wir treten für reale Entscheidungskompetenzen seitens der Studentinnen und Studenten ein und wollen die vorhandenen demokratischen Strukturen, die Errungenschaften darstellen, verteidigen und ausbauen. Daher engagieren wir uns in vielen Instituten und Fachschaften, im Studierendenparlament und dem AStA. Wir beziehen uns nicht unkritisch auf „das Interesse der Studierenden“, sondern hinterfragen auch diese Konstruktion.

ZWEI>

Wir kämpfen gegen Verschlechterungen im Studienalltag und protestieren gegen den aktuell am FB 03 und gegenüber Lehramtsstudierenden verhängten Aufnahmestopp für das Sommersemester. Wir wenden uns entschieden gegen die schrittweise Einführung von Studiengebühren und alle Zulassungsbeschränkungen wie den Numerus Clausus. Die Einführung neoliberaler Strukturen, wie sie im Hochschulentwicklungsplan dargelegt werden lehnen wir kategorisch ab. Eine Folge dieser Umorientierung ist beispielsweise die Benachteiligung oder gar das Vorhaben einer Schließung kleinerer Institute wie Japanologie. Das Grundrecht auf Bildung darf nicht weiter eingeschränkt werden.

DREI>

unlike arbeitet in vielen verschiedenen Initiativen und Bündnissen. Wir wollen auch außerhalb der Gremien für Veränderungen eintreten. Wir wollen nicht warten bis irgendwer Beschlüsse absegnet, sondern jetzt Protest mitorganisieren. Z.B. arbeiten wir aktiv mit in unabhängigen Initiativen wie der raumspiel-Gruppe zur Studiensituation oder der Initiative Studierender im IG Farben Gebäude. Viele Projekte im Umfeld der Uni wie die StudentInnenzeitung diskus oder das feministische Frauen/Lesben-Referat werden nur durch eine starke linke Beteiligung am AStA gesichert.

VIER>

Wir sehen keine Trennung zwischen Hochschulpolitik und sogenannter Allgemeinpolitik. Ebensowenig wie sich die Universität vom Rest der Gesellschaft isolieren darf, lässt sich die Politik der Hochschule von anderen gesellschaftlichen Prozessen abkoppeln. Wenn wir auf die Emanzipation aller Menschen zielen, sind wir uns völlig im klaren darüber, dass dafür die materiellen Grundlagen und ökologischen Ressourcen vorhanden sein müssen. Daher streiten wir für umfassende soziale Gerechtigkeit. Als feministische Gruppe fordern wir die völlige Gleichstellung der Geschlechter – nicht nur im Wissenschaftsbetrieb. Wir haben uns nicht nur am 1. Mai 2001 in Frankfurt gegen die Nazis gestellt, wir bekämpfen auch den Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft. Das Beispiel der Rasterfahndung an der Frankfurter Uni als Folge des Afghanistan-Krieges zeigte zuletzt, warum eine hochschul- und gesellschaftspolitische Trennung keinen Sinn macht.

NUN DENN>

Falls Ihr Interesse an unserer Arbeit habt, schreibt uns unter unlike@copyriot.com, oder schaut einfach vorbei. unlike trifft sich jeden Montag um 20 Uhr im, diskus-Raum, Studierendenhaus am Campus Bockenheim.